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24.02.2016

RIGeL Alumni-Bericht: Alexander Probst (University of California, Berkeley)

Zur Person:
Alexander Probst (Dr. rer. nat.)
Promotionsabschluss: 28.05.2014
RIGeL Section: Cellular Biochemistry and Biophysics
Titel der Doktorarbeit: Uncultivated Archaea and Associated Bacteria in Untapped Biotopes
Derzeitige Position
: Post-Doctoral Researcher am Department of Earth and Planetary Sciences, University of California, Berkeley, USA


Bei Alexander Probst ging alles sehr schnell. Zwischen Abschlusszeugnis und Neubeginn in Übersee lagen gerade mal vier Wochen. Seit 1. Juli 2014 arbeitet der ehemalige RIGeL Doktorand als PostDoc für Jillian Banfield am Department of Earth and Planetary Sciences an der University of California, Berkeley. Die Gruppe um Jillian Banfield war die erste weltweit, die Genome von Mikroorganismen aus Umweltproben assemblieren und analysieren konnte. Damit wurde 2004 das Feld der Metagenomik begründet, eine Technik die mittlerweile in der Umweltmikrobiologie fast an jedem Institut angewendet wird.   

Unter den Fittichen von Jillian Banflied forscht Alexander neben 14 weiteren PostDocs an der Interaktion von Mikroorganismen mit der Umwelt, also an Mineralisierungsprozessen und allgemeinen Kohlenstoff-, Stickstoff- und Schwefelkreisläufen in der Umwelt. Alexanders Fokus liegt hier auf der Anwendung von Metagenomik, Metatranskritomik, Einzel­zell­ge­no­mik und geochemischen Methoden um Stoffwechselkreisläufe im Tiefengrundwasser besser zu verstehen. „Circa 1 km unter unseren Füßen befinden sich gigantische Biotope, welche dauerhaft zum Kohlenstoffkreislauf der Erde beitragen […]. Genau dort setzt mein Projekt an. Wir wollen verstehen, wie Biotope im Untergrund sich auf globale Effektoren wie den CO2-Haushalt auswirken“, so der Nachwuchswissenschaftler.

Schön sei auch, dass er nach wie vor an dem Ökosystem Grundwasser forsche; dies jedoch in einem wesentlich größeren Maßstab. Aufgrund einer direkten Überlappung der Themen­ge­biete konnte Alexander sogar noch in der Promotion begonnene Studien während seiner Zeit als Post-Doc abschließen.

Dass er nun bei Banfield im Labor sitzt, hat Alexander nicht dem Zufall überlassen. Bereits acht Monate vor Abschluss seiner Promotion habe er sich mit dem „Danach“ auseinander­gesetzt und sich bei einer Firma in San Francisco und für die PostDoc-Stelle bei Jillian Banfield beworben. „Beides waren Initiativbewerbungen, aber ich hatte klare Vorstellungen davon, was ich später machen wollte“, sagt Alexander. Nach Zusagen für beide Stellen hat sich Alexander final für die Wissenschaft entschieden und folgte damit seinem Herzen und nicht seiner Geldbörse.

Und diese Entscheidung hat er bislang auch nicht bereut: „An meiner Arbeit begeistert mich einfach alles. Sie deckt ein sehr weites Methodenspektrum ab und ist daher extrem ab­wechs­lungs­reich. Gleichzeitig sind aber auch das Umfeld und die Arbeitsbedingungen in Berkeley herausragend“.

Die Vorzüge und hohe Lebensqualität der „bay area“ sowie die wissenschaftliche Exzellenz der UC Berkeley lernte Alexander bereits zwischen Diplom und Doktorarbeit kennen. 2010 arbeitete er im Rahmen eines Postgraduierten-Stipendiums der Studienstiftung am Lawrence Berkeley National Laboratory, wo er seinen RIGeL-Mentor Tamas Torok kennenlernte, der ihn wiederum auf Jillian Banfield aufmerksam gemacht und ihm dieses Labor empfohlen hatte.

Das RIGeL Programm habe ihn sehr gut auf seinen derzeitigen Job vorbereitet. Durch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten konnte Alexander bereits zu Beginn seiner Promotion seinen Schwerpunkt auf Bioinformatik und Biostatistik legen. Bei der Berufswahl empfiehlt Alexander immer auf sein Herz zu hören: „Egal in welchem Job die Leidenschaft liegt, nur dort kann man glücklich werden“.  

Und diese einfache Rechnung scheint bei Alexander aufgegangen zu sein. Vor kurzen wurde sogar sein eigener DFG Antrag bewilligt, sodass er nun finanziell unabhängig forschen kann. Für die nächsten Jahre plane er seine Rückkehr nach Deutschland, wo er sich als Nachwuchs­gruppenleiter etablieren möchte. Konkrete Pläne existieren bereits.


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24.02.2016 | Susanne Birkeneder

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